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Limburger HC kann doch noch siegen - 7:6 gegen HG Nürnberg nach 1:5-Rückstand

War das endlich die Wende zum Besseren für den Limburger Hockey-Club? Das Team von Trainer Marcus Gutz siegte nach einer sieglosen Feld-Hinrunde im ersten Hallenspiel der 2. Bundesliga. Gegen die HG Nürnberg drehten die Gastgeber in der Limburger Kreissporthalle nach 1:5-Rückstand noch und siegten 7:6.

Die HC Ludwigsburg untermauerte gleich ihre Favoritenstellung in der Süd-Gruppe durch ein 13:6 bei Aufsteiger TEC Darmstadt, während die TG Frankenthal und der Rüsselsheimer RK sich 2:2 trennten. Für den LHC wird es aber nicht leicht werden, Tabellenplatz zwei bis zum Ende der Hinrunde vor der Weihnachtspause zu halten. Denn alle vier folgenden Partien werden auswärts stattfinden. Vielleicht ist der Knoten bei den Lahnstädtern nach der erfolgreichen Aufholjagd gegen Nürnberg aber geplatzt und die Hessen zeigen künftig wieder öfter mal, was spielerisch wirklich in ihnen steckt.

Im ersten Heimspiel der Hallenrunde ging es für den LHC zunächst so frustrierend los, wie es im Feld aufgehört habe. Der hohe Druck schien die Limburger einmal mehr zu lähmen. In Hälfte eins war von der guten Vorbereitung mit einigen verdienten Siegen über Zweitligakonkurrenten nichts mehr zu spüren. Die Gäste aus Franken schienen die mutlosen und übernervös wirkenden Hausherren zu überrollen. Vor 130 Zuschauern konnte der nach seiner Verletzung wiedergenese Kay Tomas in der vierten Minute noch einmal ausgleichen. Doch dann spielte nur noch Nürnberg und wirkte vor Keeper Moritz Müllers Kasten eiskalt. Praktisch alle Chancen wurden vor der Pause genutzt. Der dreifache Torschütze Cedric Nagl, Thomas Mengin und Erik Kleinlein schossen die Hockey-Gesellschaft mit 5:1 in Front. Wenigstens traf –auch nach längerer Verletzungspause- Max Müller noch vor der Halbzeitpause zum 5:2.

Wäre Nürnberg aber danach nicht noch mit einem Siebenmeter an Müller gescheitert, wäre in Hälfte zwei wohl keine große Hoffnung mehr gewesen. Doch in der Halbzeit mahnte Trainer Gutz seine Jungs endlich zur Konzentration, dass sie wie besprochen mutig das Heft in die Hand nehmen sollen. Plötzlich war der LHC auf dem Platz wie verwandelt. Vor allem Max Müller lief zur Höchstform auf und markierte zwar keinen lupenreinen Hattrick, aber doch das zweite und dritte Tor in Folge zum 4:5 in der 38. Minute. Nach der verwandelten Strafecke zum Anschluss legte Limburg noch einmal nach und kam 22 Minuten vor Spielschluss zum nach der ersten Halbzeit kaum noch für möglich gehaltenen 5:5. Danach wollte kein Team so richtig ins Risiko gehen und es folgten 15 torlose Minuten. Nun kam aber, was dem LHC im Feld in engen Spielen so oft passierte. Es folgte ein bitterer Rückschlag, als Mengin die Gäste nur sieben Minuten vor Abpfiff erneut in Führung schoss. Doch diesmal ließen die Lahnstädter die Köpfe nicht hängen und schenkten das Spiel nicht her. Sie setzten noch einmal zu einem beeindruckenden Offensivlauf an. Der Einsatz wurde belohnt. Nur eine Minute später netzte Müller an diesem Abend zum zweiten Mal per Strafecke ein - zum 6:6. 

Und das war noch nicht alles: Julien Collée markierte in der 58. Minute auch noch das 7:6 und ließ den LHC-Anhang nach bitteren Monaten endlich mal wieder am Ende eines Pflichtspiels jubeln.

Limburg: Moritz Müller, Koch, Böckling, Jannis Collée (1 Tor), Julien Collée, Max Müller (4), Faustmann, Tomas (1),  Meurer, Hans Schneider (1), David Schneider.